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Rumänen erkennen die Risiken eines Lebens ohne Versicherung, bleiben aber größtenteils finanziell verwundbar

Eine Umfrage der Allianz-Țiriac Asigurări zeigt, dass fast 57 % der Rumänen das Leben ohne Versicherung als riskant einschätzen, aber nur einer von fünf glaubt, unerwartete Ausgaben im Notfall abdecken zu können. Dies unterstreicht eine erhebliche Lücke im finanziellen Schutz.

Obwohl die Mehrheit der Rumänen die Risiken eines Lebens ohne Absicherung erkennt, bleiben die tatsächlichen Versicherungsniveaus gering. Die Online-Umfrage unter 1.036 Befragten zeigt, dass 90 % sich unvorhergesehenen Ereignissen wie Unfällen, gesundheitlichen Problemen, Einkommensverlust oder dem Tod eines Familienmitglieds ausgeliefert fühlen. Unter diesen Umständen geben vier von fünf Rumänen an, finanziell betroffen zu sein, auch wenn etwa 45 % über eigene Ersparnisse verfügen.

Die Schutzlücke bedeutet, dass erhebliche Summen erforderlich sind, um Notfälle zu bewältigen. Fast zwei Drittel der Befragten schätzen, dass sie mindestens 5.000 Lei benötigen würden, während ein Viertel zwischen 50.000 und über 150.000 Lei für notwendig hält. Marktanalysen von UNSAR zeigen, dass eine Familie im Durchschnitt über 165.000 Lei benötigt, um ihren Lebensstandard ohne finanzielle Schwierigkeiten aufrechtzuerhalten—ein Anstieg von etwa 7 % im Vergleich zum Vorjahr.

Die tatsächliche Verfügbarkeit von Mitteln ist jedoch begrenzt: Nur 17,5 % der Befragten geben an, dass sie den vollen Betrag abrufen könnten, weitere 12,7 % könnten mindestens die Hälfte abdecken. Die meisten könnten nur teilweise reagieren, während fast 20 % überhaupt keine Mittel hätten.

„Ein unversichertes Rumänien ist ein verletzliches Rumänien. Die Menschen sind sich der Risiken bewusst, aber ohne geeigneten Schutz stehen viele vor finanziellen Schwierigkeiten in unvorhergesehenen Situationen. Die Rolle der Versicherungen ist es, diese Last zu übernehmen, und unsere Aufgabe als Branche ist es, das Schutzniveau durch einfache und zugängliche Produkte zu erhöhen“, erklärt Virgil Șoncutean.

Die Studie zeigt auch eine geteilte Wahrnehmung persönlicher Verantwortung: Nur 50 % betrachten sich als vollständig verantwortlich für ihre finanzielle Widerstandsfähigkeit, während 37 % auf externe Unterstützung durch Staat, Familie oder Sozialsystem setzen.

Bezüglich der größten Sorgen geben die Rumänen an, sich vor allem um den Verlust der Gesundheit (29,8 %), darum, eine Last für die Familie zu werden (18,9 %), und um fehlende finanzielle Mittel für Notfälle (18 %) zu sorgen. Über 38 % haben in den letzten zwei Jahren Arztbesuche aus Kostengründen vermieden, und mehr als die Hälfte würde im Falle einer schweren Erkrankung öffentliche Krankenhäuser in Anspruch nehmen, obwohl sich nur 17 % durch Sozialbeiträge geschützt fühlen.

Die Umfrage zeigt, dass über zwei Drittel der Rumänen (67,6 %) die Krankenversicherung als wichtigsten Schutzfaktor betrachten. Wenn sie nur einen Lebensbereich für die nächsten zehn Jahre absichern könnten, würden über 50 % die Gesundheit wählen, gefolgt von finanzieller Stabilität (23,7 %) und der Sicherheit der Angehörigen (17,2 %).

Die Demografie der Befragten zeigt eine überwiegend jung-erwachsene Stichprobe, 53 % männlich, im Alter von 18–44 Jahren, mit über 56 % monatlichem Einkommen über 4.000 Lei. Dies deutet darauf hin, dass die Risikowahrnehmung und die Lücke im finanziellen Schutz in der gesamten Bevölkerung verbreitet sind.

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