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Crosspoint Real Estate: Wohnimmobilientransaktionen in Bucharest sinken zu Beginn des Jahres 2026 um 18,6 %

Der Wohnimmobilienmarkt in Bukarest verzeichnete in den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 einen Rückgang der Wohnungstransaktionen um 18,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, laut einer Analyse von Crosspoint Real Estate, einem Partner von Savills. In Ilfov County fiel der Rückgang mit 10,9 % moderater aus.

Der Rückgang folgt auf ein bereits schwächeres Jahr 2025, in dem das Transaktionsvolumen in der Region Bukarest–Ilfov um 8,5 % auf 55.297 Einheiten sank, während die Preise für Neubauten um etwa 20 % stiegen und durchschnittlich 2.500 €/m² erreichten. Diese Kombination – sinkende Volumina bei steigenden Preisen – deutet auf einen Markt hin, der durch strukturelle Einschränkungen, insbesondere auf der Angebotsseite, unter Druck steht.

Die Daten zeigen ein begrenztes Pipeline: Im Jahr 2025 wurden in der Region lediglich 4.013 Baugenehmigungen erteilt – der niedrigste Stand der letzten fünf Jahre. Gleichzeitig stiegen die Fertigstellungen neuer Wohnungen leicht um 2 % auf 17.293 Einheiten, wobei diese Entwicklung durch steuerliche Rahmenbedingungen beeinflusst wurde, insbesondere durch die Bedingung, dass Projekte bis Ende 2025 abgeschlossen sein mussten, um von einem reduzierten Mehrwertsteuersatz zu profitieren.

Zusätzlicher Druck entsteht durch gesetzliche Änderungen, einschließlich Gesetz 207/2025, das die Nutzung von Off-Plan-Verkäufen als Finanzierungsquelle einschränkt. Dies betrifft insbesondere neue Projekte und verringert die Wahrscheinlichkeit, dass einige Entwicklungen gestartet werden.

Gleichzeitig steigen die Baukosten weiterhin über dem europäischen Durchschnitt. Daten von Eurostat zeigen für Rumänien im Jahr 2025 einen Anstieg von 9 %, verglichen mit etwa 1 % auf EU-Ebene. Vor dem Hintergrund einer durchschnittlichen Inflation von 7,3 % und einer eingeschränkten Erschwinglichkeit – entsprechend 7–9 Jahren Durchschnittseinkommen für den Kauf einer Wohnung – wird die Nachfrage vorsichtiger.

Unter diesen Bedingungen zeichnet sich 2026 als ein Jahr der Anpassung ab, geprägt von selektiver Nachfrage und begrenztem Angebot. Mittelfristig könnte das eingeschränkte Pipeline den Preisdruck aufrechterhalten, insbesondere in zentralen Lagen und im oberen Marktsegment, wobei eine mögliche Stabilisierung erst nach 2027 erwartet wird.

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