Wohnungs-transaktionen in Bucharest fallen in den ersten zwei Monaten des Jahres um fast 19 % aufgrund von Genehmigungsengpässen und hohen Baukosten
Der lokale Wohnungsmarkt durchläuft eine Phase struktureller Anpassung mit erheblichen Transaktionsrückgängen, Preisdruck und begrenztem Neubau-Pipeline für die nächsten zwei Jahre.
Die ersten beiden Monate des Jahres 2026 verzeichneten einen Rückgang der Wohnungstransaktionen in Bukarest um 18,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, so Analysen von Crosspoint Real Estate. Im Kreis Ilfov betrug der Rückgang 10,9 %. Dieser Trend setzt die Entwicklung von 2025 fort, als das Gesamttransaktionsvolumen im Metropolraum Bukarest-Ilfov um 8,5 % auf 55.297 Einheiten sank, während die Preise für Neubauwohnungen um etwa 20 % auf 2.500 €/m² stiegen.
Hauptursachen sind der Mangel an Baugenehmigungen und hohe Produktionskosten. 2025 wurden im Metropolraum nur 4.013 Genehmigungen erteilt, und die Kosten für Wohnungsbau stiegen um 9 %, weit über dem EU-Durchschnitt von 1 %, laut Eurostat. Dieser Druck wird durch einen schwierigen makroökonomischen Kontext verstärkt: durchschnittliche Jahresinflation von 7,3 %, durchschnittliches Nettogehalt von 1.120 € und Arbeitslosenquote von 6 %.
Experten weisen darauf hin, dass Entwickler selektiver vorgehen und sich auf die Mittel-Hoch- und Premium-Segmente konzentrieren, die inzwischen rund 80 % der Beratungstätigkeit von Crosspoint ausmachen. Gleichzeitig begrenzen jüngste Vorschriften, einschließlich des Gesetzes 207/2025, die Möglichkeiten für Projekte, die über Off-Plan-Verkäufe finanziert werden, was das Pipeline-Angebot an neuen Einheiten weiter einschränkt.
Das Ergebnis ist ein begrenztes Angebot für 2026–2027 mit anhaltendem Preisdruck, insbesondere in zentralen Lagen und im Premiumsegment, wobei der Norden der Hauptstadt weiterhin der aktivste Sektor bleibt. Fachleute erwarten eine sichtbare Markterholung erst 2027, nachdem der Inflationsdruck nachlässt und sich die Entwickler an den neuen regulatorischen Rahmen angepasst haben.



