Lidl beschleunigt seine Expansion in Rumänien mit einem Budget von über 285 Mio. € im Jahr 2026
Lidl kündigt für das Geschäftsjahr 2026 ein Budget von über 285 Mio. € an, das ausschließlich für den Ausbau des Filialnetzes in Rumänien vorgesehen ist – ein Anstieg von 56 % gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen plant die Eröffnung von über 40 neuen Filialen vor dem Hintergrund zunehmender Investitionen im modernen Lebensmitteleinzelhandel.
Die Budgeterhöhung deutet auf eine Beschleunigung der Entwicklungsstrategie hin, nachdem das Netzwerk im Zeitraum März 2024 bis Februar 2026 um 41 Filialen erweitert wurde und nun insgesamt 392 Standorte landesweit umfasst. Das mittelfristige Ziel ist die Eröffnung von 200 weiteren Filialen bis 2030, ausgehend von der Basis des Jahres 2024.
Der Expansionsplan zielt sowohl auf Großstädte als auch auf periurbane Gebiete und kleinere Ortschaften ab und signalisiert eine Strategie der tieferen Marktdurchdringung. Die neuen Filialen werden unterschiedliche Formate haben, von Standardmärkten mit Flächen von 1.400–1.700 m² bis hin zu kompakten Einheiten von etwa 1.100 m², angepasst an Regionen mit geringerer Bevölkerungsdichte.
Die Investitionen haben auch eine breitere wirtschaftliche Komponente. Laut einer Analyse von KPMG generierte die Tätigkeit des Unternehmens im Jahr 2024 einen Gesamtbeitrag von rund 2,31 Mrd. € zur Bruttowertschöpfung der rumänischen Wirtschaft, was etwa 0,65 % des BIP entspricht. Gleichzeitig unterstützt jeder Arbeitsplatz im Unternehmen etwa sechs weitere Arbeitsplätze in der Gesamtwirtschaft, was zu einem Gesamteffekt von nahezu 90.000 Arbeitsplätzen führt.
Die geplante Expansion für 2026 wird rund 1.000 neue Mitarbeiter zum bestehenden Team hinzufügen, das derzeit über 14.000 Beschäftigte umfasst. Parallel dazu wird das Wachstum des Netzwerks die lokale Lieferkette beeinflussen, da das Unternehmen bereits mit mehr als 500 Lieferanten in Rumänien zusammenarbeitet und im Jahr 2024 Einkäufe von über 2,16 Mrd. € verzeichnete.
In einem Sektor, der von starkem Wettbewerb und Preisdruck geprägt ist, deuten die erheblichen Investitionen in die Expansion auf eine Wette auf steigenden Binnenkonsum und die Stärkung der Position im Lebensmitteleinzelhandel im Nahversorgungssegment hin.



