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Der Wohnungsmarkt in Bukarest gewinnt wieder an Dynamik

Der Wohnungsmarkt in Bukarest hat das erste Halbjahr 2026 mit deutlichen Erholungstendenzen abgeschlossen, nachdem der Jahresbeginn von rückläufigen Transaktionszahlen geprägt war. Nach einer Analyse von Crosspoint Real Estate, dem internationalen Partner von Savills in Rumänien, brachte das zweite Quartal drei aufeinanderfolgende Monate mit steigenden Wohnungsverkäufen. Dadurch verringerte sich der Rückgang im ersten Halbjahr auf lediglich 1,7 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Jahres 2025.

In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden in Bukarest mehr als 21.000 Wohneinheiten verkauft. Im Großraum Bukarest–Ilfov lag die Zahl der Transaktionen bei über 25.600 Wohnungen.

Lage gewinnt gegenüber dem Preis an Bedeutung

Die Nachfrage konzentriert sich auf gut angebundene Standorte

Der Analyse zufolge treffen Käufer ihre Entscheidungen zunehmend pragmatisch und legen größeren Wert auf eine gute Verkehrsanbindung, öffentliche Dienstleistungen und städtische Infrastruktur – selbst wenn dies höhere Kaufpreise bedeutet.

Die Sektoren 1 und 3 verzeichnen weiterhin die meisten Transaktionen, allerdings aus unterschiedlichen Gründen. Während der Sektor 3 von zahlreichen in den vergangenen Jahren fertiggestellten Neubauprojekten profitiert, bleibt der Sektor 1 trotz begrenzten Angebots attraktiv. Ursache hierfür sind restriktivere Baugenehmigungen und die geringe Verfügbarkeit von Bauland.

Auch Gebiete wie Theodor Pallady und der Norden der Hauptstadt erfreuen sich einer hohen Nachfrage, da die Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Schulen, Krankenhäusern und Grünflächen die Kaufentscheidungen zunehmend beeinflusst.

Die Preise steigen weiter – jedoch moderater

Nach dem kräftigen Preisanstieg im Jahr 2025 befindet sich der Markt inzwischen in einer Phase der Stabilisierung. Der durchschnittliche Preis für Neubauwohnungen in Bukarest lag im ersten Halbjahr 2026 bei mehr als 2.600 Euro pro Quadratmeter, was einem Anstieg von rund 5 % gegenüber dem Jahresende 2025 entspricht.

Zwischen den einzelnen Stadtgebieten bestehen jedoch weiterhin erhebliche Preisunterschiede. Die westlichen und südlichen Bezirke bieten mit 1.850 bis 2.200 Euro pro Quadratmeter die günstigsten Wohnungen, während im Norden der Hauptstadt Preise von über 3.650 Euro pro Quadratmeter erzielt werden. Ursache hierfür sind die anhaltend hohe Nachfrage und das begrenzte Angebot.

Wirtschaftliche Faktoren verändern das Kaufverhalten

Hohe Inflation, gestiegene Finanzierungskosten, steuerliche Änderungen und neue Vorschriften für Wohnbauprojekte führen dazu, dass Käufer Immobilieninvestitionen sorgfältiger prüfen.

Vor diesem Hintergrund entwickelt sich der Wohnungsmarkt in Bukarest zu einem reiferen Markt, auf dem die Qualität eines Projekts, seine Lage und das langfristige Wertsteigerungspotenzial bei der Kaufentscheidung zunehmend wichtiger werden. Der Preis ist damit nicht mehr das allein ausschlaggebende Kriterium.

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